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Karneval 2026So feiert die Stadt Mechernich – Strempter waren tierisch jeck

5 min
Die Strempter Karnevalsmäuse bringen Farbe und Optimismus mit.

Die Strempter Karnevalsmäuse bringen Farbe und Optimismus mit.

Herrlich jeck: Hier fassen wir die Highlights aus dem Straßenkarneval der Stadt Mechernich zusammen. Friedliche Zootiere in Strempt.

An den Karnevalstagen finden Sie hier die schönsten Bilder aus dem Stadtgebiet Mechernich.


In Strempt haben sich alle Zootiere lieb und die Mäuse tanzten

Gleich zwei neue Gruppen bereicherten den traditionell eher kleinen Karnevalsumzug in Strempt. Zum ersten Mal dabei waren die Mechernicher Prinzengarde und die Gruppe „Tierisch Jeck“. Das ist gleichzeitig ein Ableger der Maijugend und der Freundeskreis von Fabian Kloster, der als Kind schon im Strempter Karneval dabei war. Nun haben die Teilnehmer selbst Kinder und ziehen gemeinsam als Zootiere durch den Ort. Im Gegensatz zum wahren Leben sind Leoparden und Eisbären hier jedoch nicht gefährlich für die Giraffen und Erdmännchen. Die Plüschkostüme waren dabei nicht nur schön anzusehen, sondern auch praktischer Schutz gegen die Kälte.

Die Strempter Karnevalsmäuse bringen Farbe und Optimismus mit.

Die Strempter Karnevalsmäuse bringen Farbe und Optimismus mit.

Für teuflisch gute Musik sorgte die Musikkapelle.

Für teuflisch gute Musik sorgte die Musikkapelle.

Zwischen den roten und dunkelblauen Wagen des Festkomitees Mechernicher Karneval, der Maijugend Strempt und des Tambourcorps Schwarz-Weiß Mechernich fiel eine farbenfrohe Gruppe besonders auf. In allen erdenklichen Farben leuchteten die Karnevalsmäuse. Die Nachbarschaftsgruppe hatte metallisch-glänzende Ballons in Regenbogenfarben, bunte Puschel an den Röcken, Tüll, der in allen Farben flatterte, und bunt bemalte Gesichter. Und die Mitglieder hatten eine Botschaft: „Wir möchten nicht, dass der Karnevalsumzug verloren geht“. Das ist zwar aktuell nicht im Gespräch, aber „sicher ist sicher“, so die Truppe lachend.

Eine zweite Gruppe Karnevalsmäuse führte den Umzug an: die Bleibachperlen. Die Tanzgarden der ausrichtenden KG kostümierten sich in einer Art Fusion: halb als Maus, halb in ihrer Uniform. Mit ihren Tanzeinlagen sorgten sie bei den zuschauenden Jecken für frohe Gemüter.



Bunt wie ein Papagei: So lautete in diesem Jahr das Motto des Awo-Kindergartens Bergheim, der mit insgesamt 65 schrägen Vögeln, darunter auch etlichen Mamageien, die größte Gruppe bildete.

Bunt wie ein Papagei: So lautete in diesem Jahr das Motto des Awo-Kindergartens Bergheim, der mit insgesamt 65 schrägen Vögeln, darunter auch etlichen Mamageien, die größte Gruppe bildete.

Bergheim feiert Jubiläum mit einem großen Zoch für viele kleine Jecken

So ganz können Zugleiter Torsten Fünfzig und seine Mitstreiter von den Seilbahnjecken immer noch nicht fassen, was sie da seit nunmehr elf jecken Jahren am Karnevalsfreitag auf die Straßen des kleinen Mechernicher Ortsteils zaubern. „Ich glaube aber, dass mit den 22 Zugnummern von heute das Maximum erreicht ist“, sagt Fünfzig mit Blick auf die Startaufstellung.

Dass in dieser Jubiläumssession nicht nur die Bergheimer mit Prinz Philipp und Prinzessin Christina ein eigenes Prinzenpaar haben, sondern dass es auch in der Nachbarschaft jede Menge Tollitäten gibt, die den Bergheimer Kinderzoch zum Warmlaufen nutzten, tat der Teilnehmerzahl natürlich gut. Neben den Damendreigestirnen aus Lorbach und Weyer waren auch Prinz Stefan aus Vussem, die Wahlener Kinderprinzessin und die Greesberger aus Kommern dabei. Nicht mit seinem großen Prunkwagen, sondern in seinem privaten Elektroauto war aus Mechernich Prinz Torsten angereist. Er nahm als Überraschungsgast inmitten der Fußgruppe der Karnevalsfreunde Mechernich am Bergheimer Zoch teil und erlebte die Freude der Jecken am Wegesrand so ganz ungefiltert und hautnah.

Awo-Kindergarten stellte wieder die größte Gruppe im Kinderzug

Die größte Gruppe im Kinderzug stellte natürlich auch diesmal wieder der Awo-Kindergarten Bergheim. „So bunt wie ein Papagei – das ist das Motto, das sich die Kinder in diesem Jahr ausgedacht haben“, berichtete Kita-Chefin Simone Henk: „Wir sind mit 65 Personen dabei: aktuelle und ehemalige Kita-Kinder, Geschwister, Eltern, Großeltern und alle, die Lust hatten mitzugehen.“

Auch der zweite Bergheimer Kindergarten, die Wald-Kita „Bunter Wald“, war diesmal mit einer eigenen Gruppe im Zoch vertreten.





Die Harzheimer feierten gelungene Premiere für den neuen Zochtermin

Viele schlaflose Nächte liegen hinter Christina Kremer und ihrem Team des Harzheimer Karnevalsvereins. Zum zweiten Mal war die Vorsitzende auch die Chefin für den Zoch, doch dieses Mal war alles etwas anders. „Wir haben zum ersten Mal unseren Umzug von Veilchendienstag auf den Samstag vor den Karnevalstagen verlegt“, so Kremer. Der Veilchendienstag war irgendwie nicht mehr ideal, da viele am Aschermittwoch arbeiten müssen und daher nicht mehr bei der After-Zoch-Party feiern konnten. Kremer: „Damit alle bis zum Ende mitfeiern können, haben wir uns diese Session für ein neues Datum entschieden.“ Besorgt waren sie und ihr Team schon etwas, ob dies angenommen würde.

Es wurde. Und wie! Das wurde beim Blick auf die Straßen sofort klar: Hunderte bunt kostümierte Jecke säumten den Zochweg, und für alle gab's reichlich Kamelle. Viel Mühe kostete es da die elf Gruppen mit insgesamt mehr als 150 Zugteilnehmern nicht, ihre Feierstimmung auf die Umstehenden zu übertragen.

„Wir können uns sehr glücklich schätzen, dass nicht nur die Besucher, sondern auch die Trupps, die uns schon seit vielen Jahren die Treue halten, auch nach der Terminänderung sofort zugesagt haben“, freute sich Christina Kremer. Alle Stammgäste machten mit, vom Tambourcorps Concordia bis zur Dorfjugend, die stimmgewaltig und tänzerisch jedes über die Boxen schallende Musikstück feierte.

Das Bild zeigt einen Mann, der als Weihnachtsmann verkleidet ist und in einer Hand zahlreiche Kamelle hält.

Den Zoch in Harzheim lässt sich der Weihnachtsmann nicht entgehen.

Auf ein eigenes Dreigestirn müssen die Harzheimer in dieser Session zwar verzichten, dafür kamen aber die befreundeten Regenten aus der Nachbarschaft vorbei: Das Dreigestirn aus Weyer, das Bergheimer Prinzenpaar und der Prinz aus Vussem waren im Zoch dabei.

Von der Eiszeit der gleichnamigen Filmreihe „Ice Age“ direkt in die fünfte Jahreszeit gereist, trugen auch die Löstige Breddemänn aus Nöthen und Gilsdorf zur guten Stimmung bei. „Mit den Harzheimern verbindet uns schon lange eine gute Freundschaft, und daher ist es für uns selbstverständlich, dass wir sie auch bei ihrem Umzug unterstützen“, betonte Michael Blaeser.

Selbst der Weihnachtsmann, dessen Saison vorbei ist und der in diesen Tagen eigentlich seinen wohlverdienten Urlaub am Nordpol verbringen sollte, schaute bei den Harzheimer Jecken vorbei.

„Dieses Jahr beginnt der Straßenkarneval so früh, da haben wir einfach noch ein paar Überstunden drangehängt, um hier mitfeiern zu können“, berichtete Manfred Adebar lachend. Im Geschenkebeutel und den ungeöffneten Türchen des Adventskalenders seien zudem noch ausreichend Süßigkeiten gefunden worden, die nun unter den Freunden der fünften Jahreszeit verteilt werden könnten.

„Bei gerade einmal 350 Einwohnern in Harzheim ist es unglaublich, wie viele heute hergekommen sind, um mit uns zu feiern“, freute sich Zugleiterin Christina Kremer: „Man spürt den Zusammenhalt im Dorf und mit den befreundeten Vereinen. Alle zusammen wollen heute einen tollen Tag erleben, und ich denke, das ist uns auch gelungen.“


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Wir wünschen schöne Karnevalstage. Alaaf!